Schutz für Mensch und Hund

Als erstes gilt es vor dem Fahren immer auf die Temperaturen zu achten, um eine Überhitzung des Hundes auszuschließen. Also in den warmen Monaten bevorzugt am Morgen oder in den späteren Abendstunden fahren.

Hund in vollem LaufVorab ist immer die Ausrüstung kontrolliert werden: Bremsen und Reifendruck müssen in Ordnung sein. Zusätzlich ist wichtig, dass das Mensch/Hunde-Team immer gut sichtbar und beleuchtet ist. Da es aus Sicherheitsgründen nahe liegt, mit Helm zu fahren, kann auch gerne bei schlechten Lichtverhältnissen eine Helmlampe genutzt werden. Die Hunde können Leuchties tragen. Damit auch andere Sie rechtzeitig wahrnehmen.

Als zusätzlichen Schutz sind Handschuhe und Protektoren sinnvoll. Da das Mensch/Hunde-Gespann in der StVO als besonderes Fortbewegungsmittel gilt, darf daher nur auf dem Gehweg gefahren werden – was nicht empfehlenswert ist, sondern bevorzugt Wege (Feld-, Wald-, Wirtschaftswege) die für den öffentlichen Verkehr nicht freigegeben sind. Diese dürfen in der Regel befahren werden.

Je nach Tages- und Jahreszeit ist das Tempo den Weg- und Sichtverhältnissen anzupassen und der Fahrer sollte jederzeit bremsbereit sein – Hände an den Bremsen lassen! Achtung bei freilaufenden Hunden – lieber stehenbleiben und an Fußgängern langsam vorbeifahren, zur Not vorbeischieben. Denn noch ist ein Zuggespann kein alltägliches Bild und der ein oder andere könnte erschrecken. Außerdem wollen wir mit positivem Verhalten auf diesen noch wenig bekannten Sport aufmerksam machen!

Zu guter Letzt ist es gut zu prüfen, ob die Hundehalterhaftpflicht den Zughundesport mit absichert.

Wichtig zu beachten

Jeder ist für sich, seinen Hund und Dritte verantwortlich!

Hunde niemals mit dem Halsband eine Last ziehen lassen. Das Ziehen mit dem Halsband beeinträchtigt die Atmung und kann zu dauerhaften Schäden der Halswirbelsäule führen.

Hund ziehtFührgeschirre sind ebenfalls nicht zum Ziehen geeignet! Sie belasten aufgrund der Passform an den falschen Körperstellen und können wegen fehlenden Polsterungen zu Schmerzen oder Verletzungen führen. Auch keine geliehenen Zuggeschirre, die nicht richtig angepasst wurden, benutzen. Der Hund könnte nicht mehr ziehen wollen, weil das Geschirr scheuert, er in Panik gerät und/oder mit dem Gefährt durchgeht.

Niemals ein Gefährt ohne Bremsmöglichkeit benutzen. Jedes Gefährt, auch ein Schlitten, muss immer so gebremst werden können, dass dieses niemals auf den Hund auflaufen kann. Das Gespann muss jederzeit kontrollierbar bleiben.

Wenn mit zwei oder gar mehreren Hunden gefahren werden soll, ist darauf zu achten, dass die Hunde von der Größe zueinander passen und den gleichen Laufstil haben. Traber zu Traber und Galopper zu Galopper. Bitte niemals Hunde zusammenspannen, die sich nicht oder nur kaum kennen.