Die Geschichte des Zughundesports

Die Zugarbeit ist eine so gut wie in Vergessenheit geratene Fähigkeit unserer Hunde, die eigentlich eine lange Tradition hat. Das Wagen- bzw. Schlittenziehen war ursprünglich eine Tätigkeit für Hunde jeglicher großer Rassen.

Zughundesport in der GechichteBis ins 20. Jahrhundert galt der Hund als das Pferd des kleinen Mannes, der Bauern und Händler die Dinge des täglichen Gebrauchs transportierte. Noch in den letzten beiden Weltkriegen zogen Zughunde Flüchtlinge und deren Habseligkeiten, transportierten Lebensmittel und Munition an die Front oder wurden im Sanitätsdienst eingesetzt.

Der zunehmende technische Fortschritt verdrängte die Notwendigkeit, Hunde einzuspannen immer mehr. Später wurde das Ziehen nur noch mit Schlittenhunden und deren Rennen in den nordischen Ländern in Verbindung gebracht. Dies ändert sich mittlerweile wieder, denn Hunde lieben es zu laufen und es entspricht ihrer Natur.

In der heutigen Zeit leben unsere Vierbeiner überwiegend als reine Familienhunde bei uns, welche keine besonderen Aufgaben mehr erfüllen müssen. Dabei sind die meisten Hunde, die eigentlich für bestimmte Spezialaufgaben gezüchtet wurden, in der Rolle als reine Begleithunde völlig unterfordert. Hinzu kommt, dass vieler Orts Leinenpflicht herrscht und es die Brut- und Setzzeiten des Wildes zu berücksichtigen gilt.

Und mancher Hund, der aus verschiedenen anderen Gründen nicht abgeleint werden darf, sucht dringend nach einem „Job“. So wird es in der heutigen Zeit immer schwieriger, einen lauf- und/oder jagdfreudigen Hund auszulasten. Die Zugarbeit der Hunde ist wieder im aufleben und hat sich mittlerweile zu einer modernen Sportart hin entwickelt, die zahlreiche Möglichkeiten der Ausübung anbietet und allen Beteiligten viel Spaß bereitet.

Auf den folgenden Seiten möchte ich meine Erfahrungen rund um den Zughundesport teilen und ein paar hilfreiche Tipps geben.